Sonntag, 17. September 2017

Palast der Finsternis - Stefan Bachmann

Diese Geschichte hat mich nicht vollends vom Hocker gerissen, aber dennoch gut unterhalten. Ich empfand den Schreibstil als gut und locker und frech, sowie modern. Die Charaktere fand ich zwar wirklich sehr vielseitig, allerdings dann doch irgendwie Mainstream. Es gibt etliche Filme mit Teenies und immer sind sie völlig unterschiedlich: Ein Nerd, ein Gothic, ein Hippie, ein hochnäsiger Fatzke, ein Punk und ein 'Normalo'. So ungefähr ist es eben auch hier und das hat mich irgendwie an etwas erinnert, was ich schon tausendmal so oder so ähnlich gesehen oder gelesen habe.
Letztendlich war die gruselige und spannende Atmosphäre im Buch aber weitaus wichtiger und alles, was darin geschah, war wirklich gut erzählt. Es ist wirklich eine mysteriöse, spannende Geschichte, bei der man sich abends im Bett auch schon einmal fürchten könnte. Mir hat das Setting insgesamt sehr gefallen und die Auflösung empfand ich nicht so prickelnd, was die Geschichte aber nicht zerstört hat. Ich war nur nicht so angetan, wie ich es mir gewünscht hätte. Irgendwie dachte ich mir einiges davon auch bereits während dem Lesen.
Trotzdem lesenswert für alle die, die gern mal etwas Schauriges, Spannendes, Mystisches und vielleicht auch Magisches lesen, je nachdem, wie man es interpretieren möchte. Auf jeden Fall eine Empfehlung, auch wenn für mich nicht immer jede Passage total mitreißend war.

Sieben Nächte - Simon Strauss

Ein Buch, das mich wirklich enttäuscht hat. Ich habe mir vom Klappentext her etwas gewünscht, dass weniger theoretisch geblieben wäre, denn jede Todsünde wird eigentlich nur mit Gedanken des Erzählers untermalt. Wir haben nichts als seine Gedanken, die teilweise langweilig, teilweise dann doch sehr tiefgründig, manchmal einfach nur überzogen oder schwülstig oder hochgestochen sind. Manchmal philosophisch aber des Öfteren bekommt man einfach nur das Gefühl, dass der Charakter hier sich ganz schön wichtig nimmt und auf andere herabblickt. Dadurch und auch durch seine Art und Weise wird er einfach für mich sehr unsympathisch. Und das zog sich durch das ganze Buch. Leider war das hier nichts für mich. Es gab nette Ansätze und man spürte auch heraus, dass der Autor definitiv mit Worten umgehen kann und auch damit etwas rüberbringt, aber was er hier rüberbrachte, war einfach überhaupt nicht mein Fall. Schade.

Blütenlese - Selma Meerbaum - Eisinger

Im Hinblick dessen, dass dieser Gedichteband unter den Umständen entstanden ist, die es nun mal waren, fand ich das Büchlein allein schon grandios. Die Wortwahl der Autorin war auch teilweise unheimlich schön, teilweise aber auch nicht ganz mein Geschmack. Ich schätze aber, dass es an sich selten Lyrikbände gibt, in denen einem alles gefällt.
Ich habe mir so einiges angestrichen, was ich als sehr tiefgründig empfand, was mich teilweise auch berühren konnte und es gab Gedichte, in denen fand ich meine eigenen Emotionen sogar wieder, selbst, wenn die Autorin und ich höchstwahrscheinlich wenig gemeinsam hatten/haben. Doch egal in welcher Zeit man lebt, die Gefühle sind doch ähnlich in mancherlei Hinsicht und Trauer bleibt Trauer und Liebe bleibt Liebe. Ich fand, dass diese Gedichte wirklich besonders waren und obwohl vielseitig, so hatten sie doch alle einen gewissen ähnlichen Unterton, welcher mir gut gefiel. Sehr schön. Das Nachwort sollte man auch lesen, zumindest zum Teil!

Freitag, 15. September 2017

Aquila - Ursula Poznanski

Ein solider, gut durchdachter Thriller mit einer tollen Auflösung, welcher mich allerdings doch nur mäßig überzeugen konnte. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass man über Hauptperson Nika nicht viel erfahren hat. Wer war sie? Was mochte sie? Was waren ihre Ziele, ihre Träume? Welchen Hobbies ging sie nach? Nika blieb als Charakter ziemlich flach und kam weniger zur Geltung, als all die anderen Charaktere im Buch und dass, obwohl man mit Nika so viel Zeit verbringt und auch einen gewissen Anteil an ihren Gedanken hat. Einen sehr großen, auch wenn das Buch nicht in der Ich-Perspektive verfasst wurde.
Das Setting fand ich ganz nett, da die Geschichte in Italien spielte und dadurch bekam die Story einen gewissen Charme.
Auch das Hörbuch, welches von Laura Maire eingelesen wurde, lies sich sehr gut hören, war unglaublich angenehm und gut eingesprochen. Das hat mir das Ganze etwas verschönert.
An sich war das Buch für einen Jugendthriller gut und auch schön durchdacht. Leider hätte es für mich aber etwas spannender sein können und vom Charakteraufbau etwas intensiver aufgebaut.
Ansonsten war das Buch okay und ich hatte auch schöne Stunden damit. Und herausfinden, was es nun mit alldem auf sich hat, wollte ich auf jeden Fall. Auch das Szenario an sich war gut gewählt. Solide und für Jugendliche wahrscheinlich auch deutlich spannender als für Erwachsene, aber dennoch ein nettes Leseerlebnis für alle die, die gerne ein wenig rätseln und etwas scheinbar Mysteriöses haben wollen. Für mich war jedoch 'Saeculum' der Autorin um einiges besser.
 

Sonntag, 10. September 2017

Schicksalsschwestern - Jessica Spotswood (TDM #3)

Nachdem ich viele Jahre in dem Glauben war, das Finale nicht mehr lesen zu müssen, hab ich es jetzt doch getan. Natürlich war ich nicht mehr völlig in der Geschichte drin und mein Lesegeschmack hat sich mittlerweile sehr verändert, aber dennoch fand ich das Buch recht gut. Der Abschluss war spannend und mit vielen Wendungen versehen, die unvorhersehbar waren. Das hat mir gut gefallen. Mir ist aber aufgefallen, dass die Sprache nicht immer so schön war, was natürlich an der Übersetzung liegen mag. Ansonsten kann ich nicht viel daran bemängeln, es war solide, nett zu lesen und relativ spannend als Finale. Eigentlich eben ganz gut. Aber auch nicht so viel mehr. Mir hat auf jeden Fall gefallen, dass diese Trilogie viel mit dem Recht der Frauen spielt und damit ein gutes Zeichen setzt. Das finde ich wundervoll. Eine schöne Thematik, auch wenn wir als Frauen in der heutigen Zeit ja eigentlich wirklich fast alle Rechte haben, selbst im Beruflichen mittlerweile.

Freitag, 8. September 2017

Aquila - Ursula Poznanski

Ein solider, gut durchdachter Thriller mit einer tollen Auflösung, welcher mich allerdings doch nur mäßig überzeugen konnte. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass man über Hauptperson Nika nicht viel erfahren hat. Wer war sie? Was mochte sie? Was waren ihre Ziele, ihre Träume? Welchen Hobbies ging sie nach? Nika blieb als Charakter ziemlich flach und kam weniger zur Geltung, als all die anderen Charaktere im Buch und dass, obwohl man mit Nika so viel Zeit verbringt und auch einen gewissen Anteil an ihren Gedanken hat. Einen sehr großen, auch wenn das Buch nicht in der Ich-Perspektive verfasst wurde.
Das Setting fand ich ganz nett, da die Geschichte in Italien spielte und dadurch bekam die Story einen gewissen Charme.
Auch das Hörbuch, welches von Laura Maire eingelesen wurde, lies sich sehr gut hören, war unglaublich angenehm und gut eingesprochen. Das hat mir das Ganze etwas verschönert.
An sich war das Buch für einen Jugendthriller gut und auch schön durchdacht. Leider hätte es für mich aber etwas spannender sein können und vom Charakteraufbau etwas intensiver aufgebaut.
Ansonsten war das Buch okay und ich hatte auch schöne Stunden damit. Und herausfinden, was es nun mit alldem auf sich hat, wollte ich auf jeden Fall. Auch das Szenario an sich war gut gewählt. Solide und für Jugendliche wahrscheinlich auch deutlich spannender als für Erwachsene, aber dennoch ein nettes Leseerlebnis für alle die, die gerne ein wenig rätseln und etwas scheinbar Mysteriöses haben wollen. Für mich war jedoch 'Saeculum' der Autorin um einiges besser.