Sonntag, 11. Mai 2014

Sehnsucht nach Mill River - Darcie Chan



Verlag: Marion von Schröder 
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 397 Seiten
Genre: Roman
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: September 2013




Die junge Mary hat in ihrer Kindheit etwas ganz Fürchterliches erlebt, weswegen sie unter einen schweren Form von Sozialphobie leidet. Ihre Angst vor den Menschen scheint ein Leben lang zu bestehen und doch schaffen es manche wenige Menschen, ihr Vertrauen für sich zu gewinnen. Manche davon meinen es ehrlich, andere davon missbrauchen dieses Vertrauen und treiben Mary damit noch tiefer ins Verderben. 
Doch in dieser Geschichte geht es um viel mehr als um Mary und ihre Angst. In dieser Geschichte geht es um ein Geheimnis. Um ein großes Geheimnis und um einige ganz verschiedene Menschen, die in irgendeiner Form miteinander verbunden sind, vielleicht ohne es zu wissen. 
In dieser Geschichte geht es um eine ganze Stadt, um Mill River, und um das Geheimnis der einst sehr alten Dame, Mary, das die ganze Kleinstadt erschüttern wird.




Dieses Buch war für mich ein Experiment. Nie zuvor habe ich mich wirklich an einen derartigen Roman gewagt. Es war mein erster beendeter Roman für Erwachsene, mit einem Geheimnis, mit einer ruhigen Atmosphäre, die doch irgendwo im Inneren eine Spannung birgt. 
Ich habe es gemocht, ein Puzzle Stück für Stück zusammenzusetzen und zu sehen, was am Ende das Geheimnis der Hauptprotagonistin ist und was die anderen Menschen in dieser Geschichte damit zu tun haben. Am Ende hat mich die Geschichte auch mit einem Punkt ein wenig berührt. 
Es gab in dem Buch wirklich ein paar tolle Charaktere, die sehr schön ausgeführt waren. Die meisten hatten ihre Macken und Eigenarten, die man entweder lieben lernte oder eben nicht. Genauso gab es auch Menschen, die man nicht gerne mochte und die auch ihr Gemeines zur Geschichte beigetragen haben. Was aber am allerbesten an allen Menschen war, war die Tatsache, dass hier so gut wie niemand schwarz oder weiß war. Es gab überall Graustufen, überall Schleier. Niemand ist nur gut oder nur schlecht. Manche tendieren etwas mehr zu der einen, als zu der anderen Seite, aber jeder Mensch hat beide Seiten in sich schlummern, was diese Geschichte uns wieder einmal aufzuzeigen weiß.
Im Großen und Ganzen kann ich nur sagen, dass es ein lesenswerter Roman ist, eine tolle, berührende Geschichte, die in einer sehr ruhigen und weisen Atmosphäre verläuft und für einen entspannten Abend sicherlich die passende Lektüre ist. Ebenfalls gibt es viele Aspekte in dem Buch, die einen zum Nachdenken anregen und viele eigene Fragen aufwerfen. 
Ich habe noch keinen anderen Roman in dieser Form gelesen und kann daher nur von meiner eigenen Auffassung sprechen, wenn ich sage, dass ich solch eine Stimmung noch nie in einem Buch erlebt habe. Für mich war sie etwas ganz Besonderes und Neues, aber auch etwas, nach dem ich mich jetzt nicht weiterhin sehne. Ich bleibe weiterhin der Meinung, dass solche Bücher nichts für mich sind, aber Ausnahmen wie dieses hier, bestätigen nun mal die Regel. Empfehlenswert ist das Werk allemal. 



Ein lesenswertes Buch, wahrscheinlich noch ein Stück weit interessanter für die ältere Generation. Doch auch für Menschen, die gerne in einer anderen Stadt verschwinden, die Menschen beobachten und in die Gefühlswelt anderer eintauchen möchten, um mehr zu verstehen. 




Aufmachung/Gestaltung: 4/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 3,5/5
Sprache: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert/Spannung: 3/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 3,5/5
Nachdenklichkeit/Philosophische Aspekte: 3,5/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 36,5/50









1 Kommentar:

  1. Klingt auf jeden Fall nach einem interessanten Thema. Danke für die Rezi! Dadurch bin ich jetzt auf jeden Fall ein Stückchen neugieriger geworden auf das Buch!

    Liebste Grüße Juliana :)

    AntwortenLöschen